Kurz gesagt
Dieser Zeitdieb schlägt selten täglich zu, dafür heftig: Ein gelöschter Ordner, ein defektes Gerät oder ein Phishing-Klick zeigt erst im Ernstfall, ob Daten geschützt sind und wer handelt. Abhilfe schaffen priorisierte Schutzmassnahmen für Konten, Geräte und Netze, eine regelmässig getestete Wiederherstellung und ein Team, das Alarmwege und nächste Schritte kennt.
Kosten des Nichtstuns
Was dich das kostet
Ohne geklärten Wiederherstellungsweg steht dein Team im Ernstfall unter Druck, und die Zuständigkeiten sind unklar. Ein Angriff kann den Betrieb unterbrechen, und die Wiederherstellung von Systemen kann hohe Kosten verursachen. Erfüllst du die Bedingungen deiner Cyberversicherung nicht, kann sie im Schadenfall die Leistung verweigern.
Kennst du das?
Ein versehentlich gelöschter Ordner, ein defektes Notebook oder eine überzeugend gefälschte Rechnung im Postfach: Erst im Ernstfall zeigt sich, ob die Daten wirklich gesichert sind, ob sie rechtzeitig zurückkommen und wer was tut. Konten, Geräte, Netze und Produktionsumgebungen verändern sich laufend. Ohne Überblick bleiben kritische Zugriffe und Schwachstellen schwer einzuordnen.
Lösungswege, auch ohne BITS
- Risiken einordnen. Beginne bei den Daten, ohne die Aufträge, Termine oder Abrechnungen stillstehen. Ordne ihnen Verantwortliche, eine Wiederherstellungszeit und geeignete Kopien zu.
- Konten und Zugriffe nach Aufgaben vergeben. Beim Eintritt, Rollenwechsel und Austritt Berechtigungen gezielt prüfen. Unternehmenskonten mit Mehrfaktor-Anmeldung sind verlässlicher als private Logins.
- Arbeitsplätze mit Publikumsverkehr schützen. Wo Kundschaft oder Patientinnen und Patienten neben einem Gerät warten, helfen passwortlose Anmeldungen wie Windows Hello, ein YubiKey oder eine Smartcard, damit Geräte gesperrt bleiben, ohne den Alltag zu bremsen.
- Netze trennen. Gäste-WLAN, Kasse, Büro und Produktion gehören in getrennte Bereiche.
- Backup klären und testen. Welche Daten werden gesichert, wie lange bleiben sie verfügbar, wer handelt im Ernstfall? Ein grüner Sicherungsstatus beweist noch keine nutzbare Wiederherstellung. Prüfe sie regelmässig mit einem passenden Szenario.
- Den Notfallablauf aufschreiben. Wer trennt Systeme vom Netz? Wo liegen Kontakte und Zugangsinformationen, wenn das Identitätssystem betroffen ist? Wer priorisiert die Wiederherstellung?
- Das Team sensibilisieren. Verdächtige E-Mails und Links erkennen, Anfragen zu Passwörtern einordnen und bei Unsicherheit melden.
- Die Cyberversicherung lesen. Viele Versicherungen setzen bestimmte Schutzmassnahmen voraus und haben Ausschlüsse und Deckungslimiten. Kläre die technischen Anforderungen direkt mit deinem Versicherer.
Und Microsoft 365? Microsoft 365 bietet je nach Dienst Versionen, Papierkörbe und Aufbewahrungsfunktionen. Das hilft im Alltag, ist aber nicht automatisch dasselbe wie eine getrennte Sicherung mit eigenem Wiederherstellungsweg. Für den Datenschutz liefert Microsoft Werkzeuge wie Data Loss Prevention und Information Protection. Die Verantwortung, sie richtig einzustellen, bleibt bei deinem Betrieb.
Wann es sich nicht lohnt
Länger aufbewahren ist nicht automatisch besser, denn mit der Dauer wachsen Kosten und der Bestand alter Daten. Und ein Backup ersetzt weder eine rechtskonforme Archivierung noch den Schutz von Konten und Geräten. Es ist ein zusätzlicher Rückweg in einem umfassenden Sicherungs- und Notfallkonzept.
Was BITS in diesem Feld macht
- IT-Security und Überwachung: Risiken einordnen, Identitäten, Geräte und Netze schützen, Alarmwege und das Vorgehen im Ereignisfall gemeinsam klären.
- Identitäten und Berechtigungen: Active Directory aufnehmen und aufräumen, Gruppen- und Kennwortrichtlinien prüfen, die Verbindung mit Microsoft Entra ID planen. Mit Identity Governance werden Anträge, Freigaben und Rollen nachvollziehbar.
- OT-Sicherheit: Produktionsnetze trennen, Fernzugänge für Servicepartner regeln, Datenflüsse beobachten und die Sicherung von Steuerungen planen.
- Firewalls: Unsere eigene Reihe UnityCore deckt verschiedene Anforderungen ab, vom kompakten Netzwerkcontroller bis zur Variante mit 10G-Schnittstellen. Die Auswahl richtet sich nach Umgebung, Anschlüssen und Funktionen.
- Gäste-WLAN prüfen: Trennung vom internen Netz, Zugangsverwaltung, Abdeckung und Zuständigkeiten.
- Security Awareness: Schulungen mit Beispielen aus deinem Umfeld. Von aussen vermittelt, nehmen Mitarbeitende das Thema oft offener auf.
- Backup und Wiederherstellung: Schutzbedarf klären, Sicherung einrichten, Wiederherstellung testen. Für Microsoft 365 gibt es das BITS Microsoft 365 Backup mit Speicherung in einem Schweizer Rechenzentrum.
Preise
Bei Backup-Angeboten lohnt sich der genaue Blick: Deckt das Angebot nur Speicher ab oder auch Tests und den Wiederherstellungsweg? Unsere Festpreise und Spannen stehen auf der Preisseite.
Aus der Praxis
In zwei Hotels hatten Leute aus unserem Team als Gäste über das Gäste-WLAN Zugriff auf Drucker, eine Webcam am Eingang, die Gebäudetechnik und Ladesäulen, im zweiten Hotel sogar auf Computer und Server mit Fernzugang. Das Passwort hing jeweils gut sichtbar an der Rezeption. Die Lösung wäre einfach gewesen: eine saubere Trennung des Gästenetzes. Mehr dazu bei Gastronomie und Hotellerie.
In einem Behandlungszimmer stand der Arbeitscomputer 15 Minuten lang entsperrt neben einer wartenden Person. Kein böser Wille, aber genau die Lücke, die eine passwortlose Anmeldung mit Gesichtserkennung oder Fingerabdruck schliesst, ohne das Team im hektischen Alltag zu bremsen.
