Probleme · Ablage, Dokumente & Zusammenarbeit
Was bedeutet «Pirates» im IT-Kontext?
Kurz gesagt
«Pirates» ist im allgemeinen IT-Sprachgebrauch kein fixer Fachbegriff. Bei BITS ist «Pirates» ein interner Code: P.I.R.A.T.E.S. steht für sieben Regeln, nach denen wir Lösungen bauen. Eingesetzt wird der Code zur Qualitätssicherung, im Vertrieb als Argumentationsrahmen und zur klaren Abgrenzung gegen Anbieter, die nur ein Tool installieren.
Für wen das gilt
Das hilft dir, wenn du den Begriff «Pirates» in einem Workshop, Angebot, Konzept oder internen Dokument siehst und nicht weisst, ob das ein IT-Standard ist. Typisch ist das bei KMU, die gerade ihre Ablage, Zusammenarbeit oder Wissenssicherung ordnen (z. B. rund um Microsoft 365). Kontext zur Säule: Ablage & Dokumente.
Zahlen
Im IT-Alltag ist «Pirates» kein normierter Begriff. Bei BITS ist es ein Code mit 7 Regeln (P.I.R.A.T.E.S.). Du triffst ihn bei BITS an 3 Stellen:
- Buch «Zeitdiebe»: Teil III, Kapitel 10–16
- Vertrieb: Punkte 20–26 in den «33 Gründen»
- Markt-Abgrenzung: als Gegenpol zu «Tool installieren und verschwinden»
Kosten oder Lizenzen hängen nicht am Wort «Pirates», sondern an deinem Ziel (z. B. Ablage, Kommunikation, Offboarding) und am Umfang. Wenn du Zahlen zu Leistungen suchst: Preise.
Aus der Praxis
Bei BITS steht «Pirates» für den Code P.I.R.A.T.E.S.. Das sind sieben Regeln, nach denen BITS jede Lösung baut. Eine Lösung, die auch nur eine davon verletzt, gilt als nicht fertig, auch wenn sie technisch läuft.
Die sieben «Articles» bedeuten:
- P – Participative: Die Lösung wird mit den Leuten gebaut, die sie täglich nutzen.
- I – Inclusive: Alle können sie bedienen: barrierefrei und mehrsprachig.
- R – Rebellious: Mut gegen «das haben wir immer so gemacht» und eine offene Fehlerkultur (Kaizen).
- A – Adaptable: Aus Standard-Bausteinen gebaut, damit sie sich anpasst, wenn sich der Betrieb ändert.
- T – Tales: Wissen wird aufgeschrieben und bleibt im Haus, auch wenn jemand geht.
- E – Ethics: Klare Regeln, faire Zusammenarbeit (die «faire Beute») und Datenhoheit.
- S – Security & Sustainability: Sicherheit von Anfang an, Rechte nach Rolle, pflegen statt wegwerfen.
Hinter dem Bild stehen die historischen Piraten (ca. 1650–1730): Sie hatten schriftliche «Articles», wählten ihren Kapitän selbst und teilten die Beute fair.
Ehrlich gesagt: wann es sich nicht lohnt
Der Code hilft dir nur, wenn du ihn in Verhalten und Entscheide übersetzt. Es lohnt sich nicht,
- wenn du nur ein schickes Label für ein Projekt suchst, aber nichts an Zusammenarbeit, Dokumentation und Rechten ändern willst.
- wenn ihr keine Zeit einplant, Wissen aufzuschreiben (das «Tales»-Prinzip). Dann bleibt alles im Kopf und wird beim Weggang einer Person zum Risiko.
- wenn ihr «Sicherheit» erst am Schluss betrachtet. Dann wird es teuer und frustrierend, weil Rollen, Berechtigungen und Ablage nachträglich zurechtgebogen werden müssen.
So gehst du vor
- Kläre zuerst, ob «Pirates» in deinem Kontext ein Standardbegriff sein soll oder ein interner Code.
- Frage nach der Definition im Dokument: Was bedeutet jeder Buchstabe konkret, und wer ist dafür verantwortlich?
- Übersetze die Regeln in euren Alltag: Welche Entscheidungen folgen daraus (z. B. Rechte nach Rolle, Dokumentation, Barrierefreiheit)?
- Verknüpfe es mit euren Kommunikationskanälen und der Ablage: Nutzt dazu als Orientierung E-Mail, Teams oder Intranet: Was gehört wohin?.
- Lege fest, wie ihr Wissen sichert, wenn jemand geht, und prüfe eure Checkliste: Microsoft-365-Offboarding: Was gehört auf die Checkliste?.
Häufige Fragen
Ist «Pirates» ein offizieller IT-Begriff wie «Zero Trust»?
Nein. Im allgemeinen IT-Sprachgebrauch ist «Pirates» kein etablierter Fachbegriff. Wenn dir der Begriff in einem Projekt begegnet, ist es meist ein firmeninterner Name oder ein Framework. Bei BITS ist es konkret der Code P.I.R.A.T.E.S. mit sieben Regeln für den Bau und Betrieb von Lösungen.
Hat «Pirates» hier etwas mit Software-Piraterie oder Hackern zu tun?
Nein. Es geht nicht um illegale Kopien, «Pirates» als Hacker-Klischee oder Angriffe. Der Bezug kommt von historischen Piraten: schriftliche Regeln («Articles»), Wahl des Kapitäns und faire Beute. BITS nutzt das als Bild für Zusammenarbeit, klare Regeln, Datenhoheit und Sicherheit von Anfang an.
Was bedeutet P.I.R.A.T.E.S. konkret?
P.I.R.A.T.E.S. steht für sieben Regeln: Participative (mit den Nutzenden bauen), Inclusive (barrierefrei und mehrsprachig), Rebellious (Mut gegen «immer so», offene Fehlerkultur/Kaizen), Adaptable (Standard-Bausteine, anpassbar), Tales (Wissen dokumentieren), Ethics (klare Regeln, Datenhoheit), Security & Sustainability (Sicherheit von Anfang an, pflegen statt wegwerfen).
Wo begegnet mir der Code in der Praxis?
Bei BITS taucht der Code an drei Stellen auf: im Buch «Zeitdiebe» (Teil III, Kapitel 10–16, je ein Kapitel pro «Article»), im Vertrieb (Punkte 20–26 in den «33 Gründen») und in der Markt-Abgrenzung gegen Anbieter, die «ein Tool installieren und verschwinden».