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Probleme · Telefon & Erreichbarkeit

Rufnummer behalten: Wie lange dauert die Portierung?

Marc Bühler · zuletzt geprüft 15.10.2026

Kurz gesagt

Ja, Schweizer Rufnummern kannst du beim Anbieterwechsel in der Regel mitnehmen. BITS plant mit rund 14 Arbeitstagen ab vollständigen und korrekt unterschriebenen Unterlagen. Das ist ein Planungswert, keine Garantie und keine gesetzliche Frist. Verbindlich wird der Umschalttag erst mit der Bestätigung des neuen Providers. Ob sich ein Nummernblock teilen lässt, hängt vom Provider ab.

Für wen das gilt

Für Betriebe, die den Telefonieanbieter wechseln und ihre bekannte Hauptnummer, Durchwahlen oder Spezialnummern behalten möchten. Die Antwort gehört zur Säule Telefon & Erreichbarkeit.

Zahlen

WasWertHerkunft
Planungswert für normale Geschäftsnummernrund 14 Arbeitstage ab vollständigen, korrekt unterschriebenen UnterlagenErfahrungswert BITS, keine Garantie, keine gesetzliche Frist
Recht auf NummernportabilitätAnbieter müssen sie sicherstellenFernmeldegesetz (FMG)

Was der Wechsel bei BITS kostet, steht auf der Preisseite.

Aus der Praxis

Das Schweizer Fernmeldegesetz verpflichtet Anbieter, die Nummernportabilität sicherzustellen. Deine bekannte Geschäftsnummer kannst du also grundsätzlich zu einem neuen Telefonieanbieter mitnehmen. Für die Planung rechnen wir mit rund 14 Arbeitstagen. Der tatsächliche Ablauf hängt von beiden Providern und der Anschlussart ab. Mehr Zeit kann nötig sein bei:

  • abweichenden Vertrags- oder Firmendaten
  • fehlenden Unterschriften oder Vollmachten
  • laufenden Vertragsbindungen
  • grossen oder unklar dokumentierten Rufnummernblöcken
  • Sonder- und Mehrwertdienstnummern
  • einem Wunschtermin ausserhalb der verfügbaren Zeitfenster

Viele Unternehmen haben nicht nur eine Hauptnummer, sondern einen zusammenhängenden Block für Durchwahlen. Solche Blöcke werden in der Praxis häufig vollständig portiert, weil Zuteilung und Routing als Einheit verwaltet werden. Vor dem Auftrag klären wir deshalb, welche Nummern aktiv bleiben, welche portiert werden und welche nicht mehr nötig sind.

Ehrlich gesagt: was die Portierung nicht regelt

Die Portierung hebt bestehende Verträge nicht automatisch ohne Folgen auf. Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen oder offene Kosten beim bisherigen Anbieter können weiter gelten. Und ohne Bestätigung des neuen Providers ist jeder Umschalttag nur ein Wunsch.

So gehst du vor

  1. Nummernliste erstellen: Hauptnummer, Durchwahlen, Fax, Türsprechstellen und Alarmanschlüsse zuordnen.
  2. Verträge prüfen: Vertragsinhaber, Kündigungsbedingungen und gewünschten Umschalttag klären.
  3. Daten abgleichen: Firmenname, Adresse und Vertragsinhaber müssen genau mit den Daten des bisherigen Providers übereinstimmen.
  4. Vollmacht erteilen: Den neuen Provider mit der Portierung beauftragen.
  5. Vorher testen: Die neue Telefonanlage mit temporären Nummern prüfen.
  6. Umschalttag begleiten: eingehende und ausgehende Gespräche, Rufnummernanzeige, Rufgruppen und Umleitungen prüfen. Für wichtige Nummern ein Ausfallziel vorbereiten.

Welche Provider in Frage kommen, zeigt Mit welchen SIP-Providern arbeitet BITS zusammen?. Ob deine Telefone mitkommen, klärt Funktionieren unsere bestehenden Telefone mit Yeastar?.

Häufige Fragen

Muss ich den alten Anschluss selbst kündigen?

Nicht vorschnell. Üblicherweise beauftragst du den neuen Provider mit der Portierung und erteilst ihm eine unterschriebene Vollmacht. Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen oder offene Kosten beim bisherigen Anbieter können trotzdem weiter gelten.

Sind 14 Arbeitstage garantiert?

Nein. Die 14 Arbeitstage sind der Planungswert von BITS für normale Geschäftsnummern, gerechnet ab vollständigen und korrekt unterschriebenen Unterlagen. Sie sind weder eine gesetzliche Frist noch eine Garantie. Belastbar wird der Termin erst mit der Bestätigung des neuen Providers.

Kann ich einzelne Nummern aus einem Block portieren?

Das hängt vom bisherigen und vom neuen Provider sowie von der Art der Nummernzuteilung ab. In der Praxis werden Blöcke häufig vollständig portiert. Eine Teilportierung ist aber nicht generell ausgeschlossen; Winet nennt zum Beispiel Teil- und Komplettportierungen als mögliche Leistungen.

Warum wird eine Portierung abgelehnt?

Zum Beispiel, weil Firmenname, Adresse oder Vertragsinhaber nicht exakt mit den Daten beim bisherigen Provider übereinstimmen. Schon kleine Abweichungen können zu einer Rückfrage oder Ablehnung führen.

Quellen

  1. Fernmeldegesetz, FMG (Fedlex)
  2. Rufnummern und Portierung (sipcall)
  3. SIP-Trunk für Geschäftskunden (Winet)

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