Kann ich mit dem Smartphone unter unserer Büronummer telefonieren?
Mit einer Telefonie-App wie Linkus wird das Smartphone zur mobilen Nebenstelle der Geschäftstelefonanlage. Ausgehende und eingehende Anrufe können über die geschäftliche Rufnummer geführt werden.
Die kurze Antwort
Ja, mit einer passend eingerichteten Telefonie-App können Sie über Ihre Büronummer telefonieren und erreichbar sein. Bei Yeastar übernimmt dies der Linkus Mobile Client. Die Gespräche laufen über WLAN oder mobile Daten und über die Telefonanlage, nicht direkt über die private Mobilfunknummer.
Das Smartphone wird zur Nebenstelle der Telefonanlage
Der Linkus Mobile Client verbindet ein iPhone oder Android-Gerät mit der Yeastar-Telefonanlage. In der App wählen Sie interne Nebenstellen oder externe Nummern, nehmen Gespräche an und können sie je nach Konfiguration halten oder weiterleiten. Für die angerufene Person erscheint die in der Telefonanlage festgelegte Geschäftsnummer, sofern Telefonanlage, SIP-Anschluss und Telefonieanbieter diese Rufnummer korrekt übermitteln.
Die private Mobilfunknummer muss dabei nicht bekannt gegeben werden. Sie bleibt jedoch weiterhin für normale Anrufe über die Telefon-App des Smartphones aktiv. Mitarbeitende sollten deshalb klar unterscheiden, ob sie einen geschäftlichen Rückruf über Linkus oder einen privaten Mobilfunkanruf starten.
Auch eingehende Geschäftsanrufe können mobil klingeln
Die mobile Nebenstelle kann in Durchwahlen, Rufgruppen und Weiterleitungen einbezogen werden. Ein Anruf auf die Büronummer klingelt dann beispielsweise gleichzeitig am Tischtelefon und in der App. Welche Anrufe das Smartphone erreichen, richtet sich nach Geschäftszeiten, Präsenzstatus und der eingerichteten Ruflogik.
Ein praktisches Beispiel ist der Aussendienst: Eine Person verlässt das Büro, bleibt aber über ihre gewohnte Durchwahl erreichbar. Wenn sie nicht antwortet, kann der Anruf nach einer definierten Zeit an den Empfang oder die Voicemail gehen. Wie solche Wege geplant werden, zeigt die Übersicht zu Telefonie und VoIP.
Die App benötigt eine funktionierende Datenverbindung
Linkus überträgt Sprache über WLAN oder mobile Daten. Ohne Datenverbindung kann die App keinen regulären VoIP-Anruf führen. In Gebäuden mit lückenhaftem WLAN, in Zügen, in Tiefgaragen oder bei knappem Mobilfunkempfang kann die Qualität schwanken oder ein Gespräch abbrechen.
Weitere praktische Grenzen sind:
- Betriebssysteme können Apps im Hintergrund einschränken.
- Benachrichtigungen und Mikrofonzugriff müssen erlaubt sein.
- Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk können ein laufendes Gespräch stören.
- Mobile Daten und Roaming können Kosten verursachen.
- Bluetooth-Headsets unterscheiden sich deutlich bei Mikrofon und Geräuschunterdrückung.
Yeastar weist zudem darauf hin, dass der verfügbare Linkus-Funktionsumfang von der verbundenen Telefonanlage abhängt.
Ein Ausfallweg sollte unabhängig von der App funktionieren
Testen Sie eingehende und ausgehende Anrufe im Büro, im Homeoffice und unterwegs. Prüfen Sie dabei auch Rufnummernanzeige, Rufgruppen, App-Benachrichtigungen und den Wechsel zwischen Netzen.
Für den Fall einer fehlenden Datenverbindung kann eine Weiterleitung auf die Mobilfunknummer oder eine providerseitige Umleitung sinnvoll sein. Dieser Weg sollte bewusst eingerichtet und getestet werden. Der Beitrag Telefonie über das Internet bei Internetausfall erklärt, wie Sie solche Alternativen planen.
Quellen
- Yeastar Linkus Mobile Client
Yeastar
Mobile Geschäftsanrufe, Anrufsteuerung und Synchronisation.
- Yeastar P-Series Funktionsübersicht
Yeastar
Funktionen zu Linkus Mobile, Anruferkennung und Remote-Verbindungen.
- Linkus Mobile Kurzanleitung
Yeastar
Offizielle Einstiegsdokumentation für die mobile App.