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Brauche ich für Power Automate eine Premium-Lizenz?

Nicht jeder Flow braucht Power Automate Premium. Entscheidend sind Connectors, Desktop-Automation, Benutzerrollen und das gewählte Betriebsmodell.

Marc Bühler
Marc Bühler
Gründer und Geschäftsführer, Bühler IT Solutions GmbH

Die kurze Antwort

Nein, nicht für jeden Flow. Bestehende Microsoft-365-Lizenzen können begrenzte Power-Automate-Rechte für Cloud-Flows mit Standard-Connectors enthalten. Eine Premium- oder Process-Lizenz kann nötig sein, wenn Sie Premium- oder benutzerdefinierte Connectors, bestimmte Desktop-Automationen oder einen zentral lizenzierten Unternehmensprozess einsetzen. Prüfen Sie deshalb den konkreten Flow und die aktuellen Microsoft-Bedingungen.

Vier Punkte entscheiden über Premium

Prüfen Sie einen Flow nicht nur nach seinem Namen. Für die Lizenzierung sind mindestens vier Punkte wichtig:

  • Connectors: Verwendet der Flow ausschliesslich Standard-Connectors oder auch Premium- und benutzerdefinierte Connectors?
  • Benutzerrollen: Wer erstellt, besitzt, startet und nutzt den Flow?
  • Automationsart: Handelt es sich um einen Cloud-Flow, eine beaufsichtigte Desktop-Automation oder eine unbeaufsichtigte Ausführung?
  • Betriebsmodell: Gehört der Flow zu einer Person oder soll er als zentraler Prozess unabhängig vom einzelnen Benutzer betrieben werden?

Bestimmte Microsoft-365-Lizenzen enthalten begrenzte Power-Automate-Nutzungsrechte. Ein einfacher Ablauf mit Standard-Connectors kann damit abgedeckt sein. Die genaue Berechtigung hängt vom vorhandenen Lizenzplan und den aktuellen Microsoft-Bedingungen ab.

Eine Premium-Benutzerlizenz kann relevant sein, wenn eine Person Premium- oder benutzerdefinierte Connectors nutzt oder erweiterte Cloud- und Desktop-Automationen erstellt und ausführt. Eine Process-Lizenz wird dagegen einer Automatisierung oder Maschine zugeordnet und kann für einen zentralen Prozess oder unbeaufsichtigte Desktop-Automation passen. Sie ersetzt nicht in jedem Fall die nötigen Benutzerrechte.

So prüfen Sie einen bestehenden Flow

Öffnen Sie den Flow und erfassen Sie Auslöser, Aktionen, Connectors, Verbindungen, Besitzer, Mitbesitzende und Umgebung. Prüfen Sie zudem, ob eine Desktop-Komponente läuft und welche Personen den Ablauf auslösen. Vergleichen Sie diese Angaben mit der aktuellen Lizenzdokumentation und der Anzeige im Mandanten.

Ein erfolgreicher Testlauf ist kein ausreichender Lizenznachweis. Testversionen oder Rechte der erstellenden Person können Funktionen vorübergehend ermöglichen. Dokumentieren Sie deshalb Lizenzentscheid, Quelle und Prüfdatum für jeden produktiven Flow.

Der ausführliche Ratgeber Power-Automate-Lizenzen vergleichen ordnet bestehende Nutzungsrechte, Premium und Process anhand typischer Szenarien ein. Was Power Automate grundsätzlich leistet, erklärt die Frage Was ist Power Automate und was kann es?.

Einen konkreten Flow lizenztechnisch einordnen

Wir erfassen Connectors, Benutzerrollen, Desktop-Anteile und das geplante Betriebsmodell.

Quellen
  1. Aktuelle Power-Automate-Lizenztypen

    Microsoft Learn

    Offizielle Beschreibung von Benutzer-, Prozess- und Hosted-Process-Lizenzen sowie Connector- und Desktop-Flow-Rechten.